•  
  •  



Grenzwerte berufliche Vorsorge 2018


Mindestzinssatz 1.00% (Vorjahr 1.00%)

Technischer Referenzzinssatz sinkt von 2.25% auf 2.00% (gültig für Jahresabschlüsse 31.12.2017)


Mindestjahreslohn
Koordinationsabzug
Obere Limite des Jahreslohnes
Maximal koordinierter Lohn
Minimal koordinierter Lohn


21'150.- (unverändert)
24'675.- (unverändert)
84'600.- (unverändert)
59'925.- (unverändert)
  3'525.- (unverändert)

Beitrag Säule 3a (bei Zugehörigkeit Vorsorgeinrichtung 2. Säule) 
Beitrag Säule 3a (ohne Zugehörigkeit Vorsorgeinrichtung 2. Säule)

  6'768.- (unverändert)
33'840.- (unverändert)


Anpsssung an die Preisentwicklung: Auf den 1.1.2018 erfolgt keine Anpassung der Hinterlassenen- und Invalidenrenten


Sicherheitsfonds BVG: Beitragssätze 2018 = 0.10% (Zuschüsse ungünstige Altersstruktur) & 0.005% (Insolvenzen und andere Leistungen)


Technischer Zins (FRP4)



Der technische Zinssatz ist der Diskontsatz (oder Bewertungszinssatz), mit dem sich die Vorsorgekapitalien oder technischen Rückstellungen sowie die Finanzierung einer Vorsorgeeinrichtung bestimmen lassen. Laut den Anforderungen von Art. 44 Abs. 1 BVV2 und Ziffer 4 FER 26 werden Vorsorgekapitalien jährlich nach anerkannten Grundsätzen und auf allgemein zugänglichen technischen Grundlagen ermittelt.

Zu diesem Zweck definiert die Richtlinie FRP4 den technischen Referenzzinssatz, auf dessen Grundlage der Experte für berufliche Vorsorge dem obersten Organ der Vorsorgeeinrichtung seine Empfehlung bezüglich dem technischen Zinssatz für die Bewertung der Verpflichtungen gegenüber den Rentenbezügern und gegebenenfalls für die technischen Rückstellungen abgibt.

Der Referenzzinssatz per 31.12.2017 beträgt 2.00%

Unfallversicherung (UVG Obergrenze)


Am 1. Januar 2016 erhöhte der Bundesrat den Höchstbetrag des versicherten Lohnes in der Unfallversicherung von bisher 126’000 auf 148’200 Franken pro Person und Jahr. Es wird damit sichergestellt, dass in der Schweiz 92 Prozent aller Arbeitnehmer zum vollen Lohn versichert sind. 

Der Höchstbetrag des versicherten Lohnes ist massgebend für die Berechnung der Prämien und der versicherten Geldleistungen bei der obligatorischen Unfallversicherung gemäss UVG. Der versicherte Höchstbetrag wurde seit der Einführung der Unfallversicherung im Jahr 1984 fünf Mal angepasst. Die letzte Anpassung erfolgte im Jahr 2008, wobei die Erhöhung von 106’800 CHF auf 126’000 CHF ebenfalls etwas über zwei Prozent betrug.


Einkäufe (nach wie vor ist Vorsicht geboten)


Entscheid des Bundesgerichts vom 12.03.2010 betreffend Kapitalbezüge nach Einkäufen innerhalb der dreijährigen Sperrfrist (2C_658/2009)

Im Rahmen der 1. BVG-Revision ist am 01.01.2006 eine neue Regelung in Kraft getreten, wonach bei Einkäufen in die berufliche Vorsorge die daraus resultierenden Leistungen innerhalb der nächsten drei Jahre nicht in Kapitalform aus der Vorsorge zurückgezogen werden dürfen (Art. 79b Abs. 3 BVG).

Umstritten war bis zum Bundesgerichtsentscheid, wie diese dreijährige Sperrfrist zu verstehen ist. Während sich das für die Gesetzung und Oberaufsicht im Bereich der zweiten Säule zuständige Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) in mehreren Mitteilungen auf den Standpunkt gestellt hatte, dass sich die Sperrfrist nur auf die Einkaufsbeiträge beziehen würde, hatten Steuerverwaltungen von einzelnen Kantonen wie beispielsweise Thurgau, Solothurn oder Schwyz eine Praxis entwickelt, welche das gesamte angesparte Vorsorgeguthaben berücksichtigte und die dementsprechend bei jedem Kapitalbezug innerhalb der Sperrfrist von drei Jahren den Abzug des entsprechenden Einkaufs oder der entsprechenden Einkäufe vom steuerbaren Einkommen verweigerte.

Schlussendlich hatte das Bundesgericht diese Frage zu entscheiden: Ein Versicherter mit Jahrgang 1943 aus dem Kanton Thurgau leistete in den Jahren 2004 bis 2006 Einkaufsbeträge in seine Vorsorgeeinrichtung im Gesamtbetrag von CHF 80'000.00. Im Juli 2007 erhielt er von seiner Pensionskasse eine Rente aus dem Kapital, welches den getätigten Einkäufen entsprach. Das übrige angesparte Altersguthaben bezog er als Alterskapital. Die Steuerverwaltung des Kantons Thurgau verweigerte in der Folge den Abzug der Einkaufsbeiträge mit der Begründung, es liege Steuerumgehung vor. Der Versicherte wehrte sich gegen diesen Entscheid und gelangte an das Bundesgericht. Dieses hat die Praxis der Steuerverwaltung des Kantons Thrugau geschützt und entschieden, dass die Abzugsberechtigung immer dann zu verweigern ist, wenn innerhalb der Sperrfrist eine Kapitalauszahlung erfolgt. Es hat diesen Entscheid damit begründet, dass auch nach neuem, seit dem 01.01.2006 geltenden Recht wesentlich sei, dass kurz nach einer späten Einzahlung Vorsorgemittel ausbezahlt werden, und zwar so, dass das Hin und Her nicht als sachgerechte Verbesserung des Versicherungsschutzes, sondern als vorübergehende und steuerlich motivierte Geldverschiebung erscheine.

Nach dem Entscheid des Bundesgerichts haben in der Zwischenzeit alle Kantone diese restriktive Praxis übernommen.


Vor diesem Hintergrund empfiehlt es sich, Einkäufe gerade im Vorfeld einer vorzeitigen oder ordentlichen Pensionierung umsichtig zu planen. Einkäufe kurz vor der Pensionierung dürften nur noch sinnvoll sein, wenn feststeht, dass die Altersleistungen in Rentenform bezogen werden.


Archiv

Technischer Zins (FRP4)

31.12.2016

Der Referenzzinssatz lag bei 2.25%

31.12.2015

Der Referenzzinssatz lag bei 2.75%

31.12.2014

Der Referenzzinssatz lag bei 3.00%

31.12.2013

Der Referenzzinssatz lag bei 3.00%

Grenzwerte berufliche Vorsorge 2017


Mindestzinssatz 1.00% (Vorjahr 1.25%)

Technischer Referenzzinssatz sinkt von 2.75% auf 2.25% (gültig für Jahresabschlüsse 31.12.2016)


Mindestjahreslohn
Koordinationsabzug
Obere Limite des Jahreslohnes
Maximal koordinierter Lohn
Minimal koordinierter Lohn


21'150.- (unverändert)
24'675.- (unverändert)
84'600.- (unverändert)
59'925.- (unverändert)
  3'525.- (unverändert)

Beitrag Säule 3a (bei Zugehörigkeit Vorsorgeinrichtung 2. Säule) 
Beitrag Säule 3a (ohne Zugehörigkeit Vorsorgeinrichtung 2. Säule)

  6'768.- (unverändert)
33'840.- (unverändert)


Anpsssung an die Preisentwicklung: Auf den 1.1.2017 erfolgt keine Anpassung der Hinterlassenen- und Invalidenrenten


Sicherheitsfonds BVG: Beitragssätze 2017 = 0.10% (Zuschüsse ungünstige Altersstruktur) & 0.005% (Insolvenzen und andere Leistungen)


Grenzwerte berufliche Vorsorge 2016


Mindestzinssatz 1.25% (Vorjahr 1.75%)

Technischer Referenzzinssatz sinkt von 3.00% auf 2.75% (gültig für Jahresabschlüsse 31.12.2015)


Mindestjahreslohn
Koordinationsabzug
Obere Limite des Jahreslohnes
Maximal koordinierter Lohn
Minimal koordinierter Lohn


21'150.- (unverändert)
24'675.- (unverändert)
84'600.- (unverändert)
59'925.- (unverändert)
  3'525.- (unverändert)

Beitrag Säule 3a (bei Zugehörigkeit Vorsorgeinrichtung 2. Säule) 
Beitrag Säule 3a (ohne Zugehörigkeit Vorsorgeinrichtung 2. Säule)

  6'768.-   (6'739.-)
33'840.- (33'696.-)


Anpsssung an die Preisentwicklung: Auf den 1.1.2016 erfolgt keine Anpassung der Hinterlassenen- und Invalidenrenten


Sicherheitsfonds BVG: Beitragssätze 2016 = 0.08% (Zuschüsse ungünstige Altersstruktur) & 0.005% (Insolvenzen und andere Leistungen)